Optik-Keim feiert 2008 das 75-jähriges Bestehen und ist in Langen schon längst eine Instution.

Generationen  von Langenern ließen hier ihre Uhren reparieren, kauften Besteck oder suchten sich ihre Brillen aus - Optik Keim in der Wassergasse feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen. Noch bis einschließlich Mittwoch, 16. April, gewähren Werner und Ellen Keim ihren Kunden beim Jubiläumsverkauf deshalb einen Rabatt von 20 Prozent auf Fassungen, Gläser und Sonnenbrillen.

Vieles hat sich in den vergangenen 75 Jahren geändert, eines ist aber fast unverändert geblieben: der Firmensitz in dem gemütlichen Fachwerkhaus in der Wassergasse. Friedolin Keim, der Vater des jetzigen Firmeninhabers, eröffnete sein Uhrmachergeschäft am 16. Februar 1933 zwar in der Nordendstraße, doch schon im Jahr 1934 kam der Umzug ist das neue Domizil, das auch heute noch das Zuhause von Optik Keim ist. Die Wahl des Standortes war natürlich kein Zufall, denn das Haus in der Wassergasse war das Elternhaus von Ria Keim, die gemeinsam mit ihrem Mann Friedolin das Familiengeschäft betrieb.

Der gelernte Uhrmacher Friedolin Keim verkaufte und reparierte Uhren und Schmuck, später wurde das Sortiment um Silberbestecke erweitert. Noch bis die 80er Jahre hinein stand Friedolin Keim in seiner Werkstatt und meisterte auch die kniffligsten Aufgaben, von der Taschenuhr bis zur Standuhr wurde alles repariert.

Doch die Zeiten hatten sich längst geändert, und mit ihnen änderte sich auch Optik Keim. 1979 übernahm Augenoptikermeister Werner Keim das Geschäft seines Vaters und setzte von nun an auf Brillen – und das mit Erfolg. Heute gibt es bei Optik Keim fast ausschließlich Sehhilfen für jeden Anlass, von der Gleitsicht- über die Sonnenbrille bis zu Fern- und Operngläsern. Sehstärkenbestimmungen ohne Wartezeit und der Sehtest für Führerscheinbewerber gehören ebenso zu den Serviceleistungen von Optik Keim wie regelmäßige Brilleninspektionen oder die Ultraschallreinigung der Brille. Selbstverständlich werden nur erstklassige Fassungen und Gläser von namhaften Herstellern verwendet. Für seine besondere Servicequalität wurde das Unternehmen 2005 als 1a-Augenoptiker ausgezeichnet.

Doch das, was Optik Keim von anderen Anbietern unterscheidet, ist etwas ganz anderes. Bis heute ist das Fachgeschäft ein reiner Familienbetrieb, den Werner und Ellen Keim alleine managen. Und bis heute hat das kleine Fachwerkhaus nichts von seiner besonderen Anziehungskraft verloren. Meilenweit entfernt von den Hochglanzauslagen der großen Filialisten, herrscht in den niedrigen Räumen eine ganz besondere, familiäre und heitere Atmosphäre.

Die Brillen fertigt Werner Keim in seiner kleinen Werkstatt selbst an. Hier werden die Gläser geschliffen und in die Fassung eingepasst. Sollte es einmal etwas länger dauern, können sich die Kunden mit einem Kaffee oder auch etwas Süßem die Zeit verkürzen und dabei auch Neues entdecken. So ist Optik Keim zum Beispiel das einzige Fachgeschäft in Langen, in dem es das „switch it“-Steckbrillensystem gibt. In Sekunden lassen sich bei diesem System die Bügel wechseln und die Brille damit dem persönlichen Geschmack oder auch dem bevorstehenden Anlass anpassen. 50 Glasformen gehören zum Standardsortiment von „switch it“, es ist aber jede gewünschte Form möglich. Dazu kommen mehr als 100 verschiedene Fassungsfarben. Werner Keim: „Das kommt sehr gut an.“

Und auch eine weitere Besonderheit von Optik Keim kommt sehr gut an: die Hausbesuche auch außerhalb der Geschäftszeiten und nach Absprache. Vor allem Senioren, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, schätzen diesen Service und können sich über eine saubere, korrekt sitzende Brille freuen, ohne ihr Zuhause verlassen zu müssen.